Rentabilität-PV
PV-Investitions-Report · Projektfinanzierung · Erfundene Anlage

Agri PV Anlage

Entscheidungsvorlage für das Finanzierungs-/Bankgespräch
Standort71642
Leistung216 kWp
Laufzeit30 Jahre
Erstellt08.10.2026

1Zusammenfassung & Empfehlung

Rendite Rendite über Ziel
30,7 %Ziel 5,0 %
Rendite auf den Kaufpreis (Ø/Jahr, nach Betriebskosten und Ersatzinvestitionen, vor Finanzierung und Steuern)
11,1 %
Rohertrag (Jahreserlös ÷ Kaufpreis)
12,0 %

Zielrendite-Wahrscheinlichkeit: In 98 % der 1000 Läufe wird die Zielrendite (5,0 %) erreicht oder übertroffen.

Der Kapitalwert ist positiv (+86.333 €), die Eigenkapitalrendite von 30,7 % übertrifft die Zielrendite von 5,0 % um 25,7 Prozentpunkte.

Eigenkapitalrendite nach Steuern
30,7 %
über 5,0 %
Kapitalwert bei 5,0 % Diskont
+86.333 €
positiv
Amortisation
3,1 Jahre
deutlich vor Laufzeitende
Gesamtgewinn über 30 Jahre
+260.328 €
positiv
Bankfähigkeit Tragfähig
1,32Ziel 1,20

Der niedrigste Schuldendienstdeckungsgrad liegt mit 1,32 über dem Bank-Richtwert von 1,20; der Betrieb trägt den Kapitaldienst in allen 20 Kreditjahren.

Niedrigster DSCR (Jahr 2)
1,32
über 1,20
Jahre unter dem Mindestwert
0 von 20
keines
Kreditrate (Annuität)
12.969 €/Jahr
—
Überschuss vor Schuldendienst, Jahr 1
16.926 €/Jahr
deckt 1,99×
Stromgestehungskosten (LCOE)
8,35 ct/kWh

2Projekt & Technik

Installierte Leistung
216 kWp
Batteriespeicher (installiert)
246 kWh
davon nutzbar (max. Entladetiefe)
221 kWh (90 %)
Speicherleistung (Umrichter)
123 kW
Spez. Ertrag P50 / P90
1.150 / 1.000 kWh/kWp
PV-Degradation p. a.
0,40 %
Batterie-Degradation p. a.
3,00 %
Jahresproduktion (Ø)
248.745 kWh

3Investition & Finanzierung

CAPEX-Struktur

Photovoltaik202.003 €
Speicherkein Betrag angegeben
Netzanschlusskein Betrag angegeben
CAPEX gesamt202.003 €

Finanzierungsstruktur

Eigenkapital55.000 € (27 %)
Fremdkapital147.003 €
Sollzins5,80 %
Kreditlaufzeit20 Jahre
Tilgungsfreie Jahre1
TilgungsartAnnuität
Erste Kreditrate12.969 €/Jahr

Betriebs- & Ertragsannahmen

Betriebskosten p. a.1,75 % der Anschaffung (3.535 € in Jahr 1)
Pacht p. a.1.000 € (Jahr 1, mit Kosteninflation)
Kosteninflation p. a.2,0 %
Forward-Preispfad (Erlöse)+2,0 %/Jahr
Anzulegender Wert (EEG)5,39 ct/kWh
Betriebsdauer30 Jahre

4Erlösmodell

VermarktungswegJahreserlös (Jahr 1)Merkmal
EEG-Vergütung11.127 €feste Einspeisevergütung
Direktvermarktung24.306 €Spotmarkt + Marktprämie + Batterie-Arbitrage + Intraday-Aufschlag
Gewählte Basis: Direktvermarktung24.306 €fließt in die Rechnung

Kürzung nach § 51 EEG (Direktvermarktung)

Entfallene Förderung (Jahr 1) 0 €
Genullte Stunden 513
Anteil an der Förderung 0 %

In Zeiten negativer Börsenpreise entfällt die Förderung nach § 51 EEG. Auf den gerechneten Vermarktungsweg „Direktvermarktung“ wirkt das im ausgewerteten Zeitraum als Kürzung; die entfallene Förderung wird nach § 51a am Ende des Förderzeitraums nachgeholt (↩︎ in der Cashflow-Tabelle).

Speichererlös nach Markt (Grünstromspeicher)

Spotmarkt Arbitrage (Day-Ahead inkl. Intraday-Aufschlag) 7.262 € (100 %)
aFRR+ Leistungsbereitstellung 0 € (0 %)
aFRR+ Abgerufene Arbeit 0 € (0 %)
Speichererlös gesamt7.262 €
Speichererlös je MW Umrichterleistung 59.039 € je MW und Jahr

Monatsübersicht – Grundlage (Ist-Erlöse der letzten 12 Kalendermonate)

MonatErzeugung (kWh) EEG (€) Direkterlöse (€) Speicherhandel (€) Marktprämie (€) Regelleistung (€) Markt gesamt (€) ◀ gewählt
2025-10 13.416 660 1.024 450 0 0 (0) 1.473
2025-11 7.816 421 743 189 0 0 (0) 933
2025-12 5.626 303 543 84 0 0 (0) 627
2026-01 6.967 372 802 134 0 0 (0) 936
2026-02 12.075 619 1.002 165 0 0 (0) 1.166
2026-03 21.431 1.032 1.481 762 0 0 (0) 2.244
2026-04 29.724 979 1.011 824 0 0 (0) 1.835
2026-05 31.332 1.253 1.530 917 0 0 (0) 2.447
2026-06 32.093 1.515 2.456 1.022 0 0 (0) 3.479
2026-07 34.654 1.497 2.283 809 0 0 (0) 3.092
2026-08 29.838 1.334 2.367 869 0 0 (0) 3.236
2026-09 23.775 1.141 2.386 1.037 0 0 (0) 3.422
Summe 248.745 11.127 17.629 7.262 0 0 (0) 24.890

Grundlage des Erlösmodells: monatliche Ist-Erlöse aus den tatsächlichen Markt- und Erzeugungsdaten. Markt gesamt = Direkterlöse + Speicherhandel (Day-Ahead-Arbitrage inkl. Intraday-Aufschlag) + gleitende Marktprämie; die feste EEG-Vergütung zum Vergleich. Regelleistung = Vergütung für die Leistungsbereitstellung (Vorhaltung) und für abgerufene Arbeit zusammengefasst; die Zahl in Klammern sind die Einsatztage des Monats – die Tage, an denen der Speicher Leistung vorgehalten hat, statt zu handeln. Blau hervorgehoben: Markt gesamt (Direktvermarktung) – Von dieser Summe gehen die Vermarktungskosten ab: 0 € Grundgebühr und 2,35 €/MWh auf 248.745 kWh, zusammen 585 €. In die Wirtschaftlichkeitsrechnung fließen damit 24.306 €. Alle Beträge sind auf ganze Euro gerundet angezeigt; wer gedruckte Zwischensummen von Hand nachrechnet, kann dadurch auf ein Ergebnis kommen, das bis zu 1 € von der ebenfalls gerundeten Endzahl abweicht.

Erläuterung: Wie die Erlöse ermittelt werden (und was sie aussagen)

Rückblick auf 12 Kalendermonate mit den tatsächlichen Viertelstunden-Marktdaten (Börsen-Großhandelspreis × reale PV-Erzeugung), keine optimierte Bestfall-Rechnung. Im Einzelnen:

  • EEG-Vergütung und Kern der Direktvermarktung (Spot-Verkauf + gleitende Marktprämie) = eigene Erzeugung × Preis der jeweiligen Viertelstunde – Ist-Wert, kein Bestfall. Die mittägliche Preis-Kannibalisierung durch Solar ist enthalten (erlösmindernd).
  • Batterie-Arbitrage, einziger optimierter Bestandteil: kausal gerechnet (nur entladen, was vorher geladen wurde), perfekte Preiskenntnis als oberer Grenzwert – die Day-Ahead-Preise des Folgetags sind vor der Fahrplanabgabe bekannt –, davon angesetzt 80 % für PV-Prognose, Ausgleichsenergie und Verfügbarkeit. Abzüglich Anteil des Vermarkters 9 % – ein Speicher erreicht den Markt nicht von selbst – bleiben 72,8 % des oberen Grenzwerts. Ladung ausschließlich aus eigener Erzeugung – gerechnet ist der Grünstromspeicher. Nutzbar 90 % der installierten Kapazität (maximale Entladetiefe); dieses Fenster begrenzt Füllstand, Tagesdurchsatz (1 Zyklus) und Vollzyklen. Eine eingetragene Lade-/Entladeleistung begrenzt zusätzlich; ohne Eintrag gilt 1 C (Leistung = Kapazität). Über die Laufzeit sinkt der Anteil mit der Batterie-Degradation (3,0 %/Jahr) schneller als die PV-Erträge; nach 20 Jahren fällt die Ersatzinvestition (36.900 €) an, danach startet die Alterung neu.
  • Grenzen: Historische Erlöse sind kein Versprechen für 30 Jahre – dafür dienen Preispfad und Szenario-/Sensitivitätsband. Nicht modelliert: Ausgleichsenergie-/Prognosefehlerkosten (grob über die Vermarktungsgebühr abgedeckt).

5Jahr-für-Jahr-Cashflow (Eigenkapitalsicht)

Vollständiger Zahlungsstrom über die Betriebsdauer (nach Steuern). Jahr 0 (vor Inbetriebnahme) zeigt die IAB-Steuerrückzahlung als positiven Cashflow. „Kumuliert" startet bei −Eigenkapital (55.000 €) und verrechnet Jahr 0 gleich mit; ab dem ersten positiven Wert ist die Anlage amortisiert.

JahrEinnahme (€)OPEX (€)Kreditrate (€) Rücklage (€) AfA (€)Steuerl. Ergebnis (€)Steuer (€) Cashflow n. St. (€) Kumuliert (€)
0 – – – – –-101.002+44.754 +44.754 -10.246
1 24.306 4.535 8.526 -2.845 5.050+6.195-2.168 +6.232 -4.015
2 24.521 4.626 12.969 -2.788 5.050+6.319-2.212 +1.926 -2.088
3 24.741 4.718 12.969 -2.731 5.050+6.704-2.347 +1.976 -112
4 24.967 4.813 12.969 -2.674 5.050+7.108-2.488 +2.023 +1.910
5 25.198 4.909 12.969 -2.617 5.050+7.531-2.636 +2.066 +3.976
6 25.434 5.007 12.969 -2.560 5.050+7.975-2.791 +2.106 +6.082
7 25.676 5.107 12.969 -2.504 5.050+8.439-2.954 +2.142 +8.224
8 25.923 5.209 12.969 -2.447 5.050+8.926-3.124 +2.174 +10.398
9 26.177 5.314 12.969 -2.390 5.050+9.437-3.303 +2.201 +12.599
10 26.435 5.420 12.969 -2.333 5.050+9.972-3.490 +2.223 +14.823
11 26.700 5.528 12.969 -2.276 5.050+10.532-3.686 +2.240 +17.063
12 26.970 5.639 12.969 -2.219 5.050+11.120-3.892 +2.251 +19.314
13 27.247 5.752 12.969 -2.162 5.050+11.737-4.108 +2.256 +21.570
14 27.529 5.867 12.969 -2.105 5.050+12.384-4.334 +2.254 +23.824
15 27.818 5.984 12.969 -2.048 5.050+13.062-4.572 +2.245 +26.068
16 ⟳ 28.113 6.104 12.969 -992 5.050-1.227+429 +8.478 +34.546
17 28.414 6.226 12.969 -1.255 5.050+14.519-5.082 +2.882 +37.428
18 28.721 6.350 12.969 -1.218 5.050+15.303-5.356 +2.828 +40.256
19 29.035 6.477 12.969 -1.181 5.050+16.125-5.644 +2.764 +43.020
20 29.355 6.607 12.969 -1.144 5.050+16.987-5.946 +2.690 +45.710
21 ⟳ 34.077 6.739 0 +738 0-9.561+3.346 +31.423 +77.133
22 34.364 6.874 0 – 0+27.491-9.622 +17.869 +95.002
23 34.659 7.011 0 – 0+27.648-9.677 +17.971 +112.973
24 34.960 7.151 0 – 0+27.809-9.733 +18.076 +131.049
25 35.269 7.294 0 – 0+27.975-9.791 +18.184 +149.232
26 35.586 7.440 0 – 0+28.146-9.851 +18.295 +167.527
27 35.910 7.589 0 – 0+28.321-9.912 +18.409 +185.936
28 36.242 7.741 0 – 0+28.502-9.976 +18.526 +204.462
29 36.582 7.896 0 – 0+28.687-10.040 +18.646 +223.108
30 36.930 8.054 0 – 0+28.876-10.107 +37.220 +260.328

Totalgewinnprognose

Summe der steuerlichen Jahresergebnisse (30 Jahre) +443.041 €
abzüglich Investitionsabzugsbetrag im Bildungsjahr (§ 7g Abs. 1 EStG) -101.002 €
Totalgewinn über den Betrachtungszeitraum +342.040 €

So lesen Sie diese Tabelle – Berechnung & Begriffe

Eigenkapitalsicht
Alle Zahlungsströme aus Sicht des Eigenkapitalgebers: Betriebseinnahmen abzüglich sämtlicher Auszahlungen einschließlich Kapitaldienst. Startpunkt (Jahr 0) ist Ihr Eigenkapitaleinsatz als negativer Anfangswert; der Kredit selbst ist kein Zufluss (er finanziert nur den Fremdkapitalteil).
Einnahme
Jahreserlös der gewählten Vermarktung (Kapitel 4). Wird über die Laufzeit jährlich um die Modul-Degradation gemindert und mit dem Forward-Preispfad fortgeschrieben (beide Sätze in Kapitel 2/3). In §51a-Verlängerungsjahren steht hier die nachgeholte Förderung.
OPEX (Betriebskosten)
Laufende Kosten des Betriebs (als Anteil der Anschaffung angesetzt) zuzüglich Pacht, jährlich mit der Kosteninflation fortgeschrieben. Enthält Wartung, Versicherung, Verwaltung, Pacht.
Kreditrate (Kapitaldienst)
Zins + Tilgung des Darlehens. Annuität: Rate konstant, Zinsanteil sinkt, Tilgungsanteil steigt. Erste 1 Jahre tilgungsfrei (nur Zins). Nach Volltilgung entfällt die Rate, der Cashflow springt nach oben.
AfA
Absetzung für Abnutzung – die steuerliche Abschreibung der Investition. Sie ist nicht zahlungswirksam (kein realer Geldabfluss), mindert aber den zu versteuernden Gewinn; lineare Verteilung über die Abschreibungsdauer. Deshalb steht die AfA in einer eigenen Spalte, wird aber im Cashflow nicht abgezogen.
Steuer
Ertragsteuer = Steuersatz × (Einnahme − OPEX − Kreditzinsen − AfA − Ersatzinvestition). Die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage steht hier bewusst nicht: Sie mindert das steuerliche Ergebnis nicht, abzugsfähig ist erst der Aufwand des Ersatzjahres. Negativ = Steuervorteil: ein steuerlicher Verlust (etwa durch hohe AfA/IAB) ist sofort verrechenbar, z. B. mit anderem Einkommen. Vorzeichen in der Tabelle als Zahlungswirkung: + = Erstattung, − = Steuerzahlung. Der IAB-Steuervorteil wirkt bereits in Jahr 0.
Cashflow nach Steuer
Zahlungssaldo des Jahres = Einnahme − OPEX − Kreditrate − Zuführung zur Instandhaltungsrücklage − Steuer. Im letzten Betriebsjahr zzgl. Restwert der Ersatzinvestitionen (18.450 €): Batterie und Wechselrichter stehen dort noch mit einem Teil ihrer Nutzungsdauer im Feld; ohne diesen Summanden geht die letzte Zeile nicht auf. Der Betrag fließt dem Eigenkapital in dem Jahr zu oder ab.
Rücklage
Zuführung insgesamt 41.751 € in 20 Jahren, höchste Jahresrate 2.845 €, Höchstbestand 42.675 € (gebundene Liquidität). Die Rate ist nicht gleichbleibend: sie fällt nach jedem bezahlten Ersatz und wird negativ, wenn der Bestand sein Ziel übersteigt und die Differenz freigegeben wird. Zuführungen + Zinsertrag (10.149 €) decken den Batterie- und Wechselrichtertausch (51.900 €); im Jahr ⟳ zahlt der Bestand, der Cashflow trägt die Ausgabe dort nicht mehr. Wirkung: Totalgewinn und Stromgestehungskosten unverändert, Gesamtgewinn + Zinsertrag, Kapitalwert und Rendite sinken (vorgezogene, stärker abgezinste Auszahlungen). Steuerlich nicht abzugsfähig – erst der Aufwand des Ersatzjahres ist es. Ausführlich auf der Methodikseite.
Kumuliert
Fortlaufende Summe aller Cashflows seit Beginn, startend bei −Eigenkapital (zzgl. IAB-Vorteil in Jahr 0). Der erste positive Wert markiert die Amortisation – ab da hat die Anlage das eingesetzte Eigenkapital vollständig zurückverdient; alles Weitere ist Gewinn.
Markierungen
⟳ = Jahr mit Ersatzinvestition (Batterie und Wechselrichter), bezahlt aus der Instandhaltungsrücklage.

6DSCR & Schuldendienst je Jahr

CFADS = Erlöse − OPEX (inkl. Pacht) − Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. DSCR = CFADS ÷ Schuldendienst (Zins + Tilgung). Vor Steuer ohne Ertragsteuer; nach Steuer zusätzlich abzüglich Ertragsteuer, die nach Abzug der Zinsen sowie AfA/IAB ermittelt wird. Rot: DSCR unter dem Banken-Mindestwert 1,20.

Steuerannahmen (Basis des Nach-Steuer-DSCR): Ertragsteuersatz während der Anlagenlaufzeit 35 %, lineare AfA über 20 Jahre, IAB §7g 50 % = 101.002 € (Steuervorteil 44.754 € im Jahr der IAB-Bildung, berechnet mit 44 % – abweichender Satz des Bildungsjahrs). Steuer nach Zinsabzug; Verluste sofort verrechenbar. Summe Ertragsteuer über die Laufzeit: 110.311 €.

JahrCFADS vor St. (€)CFADS nach St. (€)Schuldendienst (€) DSCR vor St.DSCR nach St.
1 16.926 14.758 8.526 1,99 1,73
2 17.107 14.895 12.969 1,32 1,15
3 17.292 14.945 12.969 1,33 1,15
4 17.480 14.992 12.969 1,35 1,16
5 17.671 15.035 12.969 1,36 1,16
6 17.867 15.075 12.969 1,38 1,16
7 18.065 15.111 12.969 1,39 1,17
8 18.267 15.143 12.969 1,41 1,17
9 18.473 15.170 12.969 1,42 1,17
10 18.683 15.193 12.969 1,44 1,17
11 18.896 15.209 12.969 1,46 1,17
12 19.113 15.220 12.969 1,47 1,17
13 19.333 15.225 12.969 1,49 1,17
14 19.557 15.223 12.969 1,51 1,17
15 19.786 15.214 12.969 1,53 1,17
16 21.018 21.447 12.969 1,62 1,65
17 20.933 15.852 12.969 1,61 1,22
18 21.153 15.797 12.969 1,63 1,22
19 21.377 15.733 12.969 1,65 1,21
20 21.604 15.659 12.969 1,67 1,21

Minimum über die Kreditjahre: DSCR vor St. 1,32, nach St. 1,15. P90-Downside (Ertrag auf P90-Niveau): vor St. 1,07, nach St. 0,99.

Berechnung & Begriffe

CFADS (Cash Flow Available for Debt Service)
Der für den Kapitaldienst verfügbare operative Cashflow eines Jahres. Vor Steuer = Einnahme − OPEX (inkl. Pacht). Nach Steuer = zusätzlich abzüglich der Ertragsteuer. Bewusst nicht abgezogen sind: die AfA (nicht zahlungswirksam) und der Schuldendienst selbst – der steht ja im Nenner.
Schuldendienst (Kapitaldienst)
Die Jahres-Kreditrate = Zins + Tilgung. §51a-Verlängerungsjahre haben keinen Schuldendienst und zählen daher nicht in den DSCR.
DSCR (Debt Service Coverage Ratio / Schuldendienstdeckungsgrad)
= CFADS ÷ Schuldendienst. Zeigt, wie oft der verfügbare Cashflow die Kreditrate deckt. 1,00 = reicht exakt; > 1 = Sicherheitspuffer; < 1 = der Cashflow deckt die Rate nicht, es muss aus Reserven/Eigenkapital zugeschossen werden.
Vor / nach Steuer
Zwei Sichten, weil Banken je nach Struktur die eine oder andere heranziehen. Die Ertragsteuer wird nach Abzug der Kreditzinsen (und AfA/IAB) ermittelt – der steuerliche Zinsvorteil ist also berücksichtigt. In Frühjahren mit hoher AfA/IAB kann der Nach-Steuer-DSCR sogar über dem Vor-Steuer-DSCR liegen (Steuervorteil), in Spätjahren umgekehrt.
Banken-Mindestwert (1,20)
Üblicher Schwellenwert, den Banken über die gesamte Laufzeit gedeckt sehen wollen; rot markierte Werte liegen darunter. Hebel zur Verbesserung: längere Kreditlaufzeit, mehr Eigenkapital oder tilgungsfreie Anlaufjahre.
Minimum
Der niedrigste DSCR über alle Kreditjahre – die Engstelle der Finanzierung, auf die eine Bank zuerst schaut. Er entscheidet i. d. R. über die Finanzierbarkeit.
P90-Downside
Derselbe DSCR, aber mit dem Ertrag auf dem konservativen P90-Niveau gerechnet (Ertrag, der in 90 % der Jahre übertroffen wird) – ein Stresstest gegen schwache Ertragsjahre. Hinweis: „P90" meint hier den niedrigen Ertrag, nicht das optimistische Ende der Monte-Carlo-Verteilung in Kapitel 7.

7Szenario-, Sensitivitäts- & Risikoanalyse

Drei Blickwinkel auf die Unsicherheit; alle Werte durch vollständiges Neu-Rechnen mit veränderten Eingaben. Die Prozentwerte der ersten beiden Tabellen sind Renditen (IRR), keine Wahrscheinlichkeiten – nur ausdrücklich so bezeichnete Werte sind Eintrittschancen.

Szenario-Bandbreite (Erlös ±15 %)

Drei Durchrechnungen: Pessimistisch (Erlös −15 %), Basis (Ihre Eingaben), Optimistisch (+15 %); übrige Annahmen fest. IRR = Eigenkapitalrendite (interner Zinsfuß), Gesamtgewinn = kumulierter Überschuss der Laufzeit, Amortisation = Jahre bis Break-even. ±15 % ≈ typische Ertragsbandbreite (P50/P90). Die vierte Zeile ist keine weitere Prozentstufe: Sie rechnet den Speicher ohne unsere Abschläge (10.102 € statt 7.261 € im Jahr) und zeigt damit die Obergrenze des Modells — erreichbar nur bei perfekter Preiskenntnis. Sie ist der Maßstab für fremde Angebote, keine Erwartung.

SzenarioIRRGesamtgewinnAmortisation
Pessimistisch (Erlös −15 %) 13,1 % +173.762 € 20,2 J.
Basis 30,7 % +260.328 € 3,1 J.
Optimistisch (Erlös +15 %) 58,3 % +346.894 € 1,4 J.
Speicher-Obergrenze (ohne unsere Abschläge) 51,0 % +317.009 € 1,6 J.

Sensitivität der IRR (welcher Hebel bewegt die Rendite?)

Je Faktor einzeln an beide Enden, alle anderen fest (ceteris paribus): Erlös ±15 %, Anschaffung ±15 %, Kreditzins ±1,5 %-Pkt., Preispfad ±1 %-Pkt./Jahr. Spanne = Abstand der beiden IRR-Werte in %-Pkt.; große Spanne = großer Hebel und großes Risiko aus diesem Faktor.

FaktorIRR ungünstigIRR günstigSpanne
Erlös ±15 % 13,1 % 58,3 % 45,2 %-Pkt.
Anschaffung ±15 % 30,3 % 34,7 % 4,4 %-Pkt.
Kreditzins ±1,5 %-Pkt. 21,9 % 41,4 % 19,5 %-Pkt.
Preispfad ±1 %/Jahr 24,3 % 35,9 % 11,6 %-Pkt.

Monte-Carlo-Risikosimulation (1000 Läufe)

1000 vollständige Durchrechnungen, je vier Ziehungen aus Normalverteilungen um Ihre Basiswerte: Erlös ±12 %, Anschaffung ±8 %, Kreditzins ±1 %-Pkt., Forward-Preispfad ±1 %-Pkt./Jahr. Ergebnis ist eine Verteilung von Kapitalwert (NPV) und Rendite (IRR) statt eines Punktwerts; fester Zufalls-Startwert → reproduzierbar.

KennzahlP10P50 (Median)P90
Kapitalwert (NPV)+30.169 €+88.001 €+154.096 €
Eigenkapitalrendite (IRR)11,3 %30,1 %67,8 %

P10 / P50 / P90 = Perzentile dieser Ergebnis-Verteilung (alle Läufe der Größe nach sortiert): P50 = Median, P10 = pessimistisches Ende (nur 10 % der Läufe sind schlechter), P90 = optimistisches Ende (90 % sind schlechter). Zwischen P10 und P90 liegen 80 % aller Läufe.
Nicht verwechseln: Beim Ertragsgutachten (P50/P90 in Kapitel 2/6) bedeutet P90 den konservativen, niedrigen Ertrag (in 90 % der Jahre übertroffen). Hier in der Ergebnisverteilung ist P90 umgekehrt das optimistische Ende. Gleiche Bezeichnung, entgegengesetzte Richtung.

Zielrendite-Wahrscheinlichkeit: 98 % In 98 % der 1000 Läufe wird die Zielrendite (5,0 %) erreicht oder übertroffen (gleichbedeutend mit Kapitalwert ≥ 0). Value-at-Risk (P5 des Kapitalwerts): +14.513 € – mit 95 % Wahrscheinlichkeit liegt der NPV darüber; nur in 5 % der Fälle schlechter.

8Annahmen & Quellen

Erlös-/MarktdatenDatenquelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de (Lizenz CC BY 4.0, day-ahead & PV-Erzeugung)
RechenstandRechenkern 2026-09-25b, Datenfenster 01.10.2025 bis 30.09.2026
Standort/ErtragPVGIS © Europäische Union (JRC), kommerziell mit Quellenangabe nutzbar.
Standort-KoordinatenPLZ-Koordinaten: © GeoNames (CC BY 4.0)
Bauart der Aufstellungeinachsig nachgeführt (Nord-Süd-Achse, Ost→West)
Diskontsatz / Zielrendite5,0 % (WACC-Näherung)
Instandhaltungsrücklageaktiv — Ersatzinvestitionen (51.900 €) werden über die Jahre davor angespart (fallende Jahresrate, Bestand verzinst mit 2,0 %) und im Fälligkeitsjahr aus dem Bestand bezahlt; Höchststand 42.675 € (gebundene Liquidität). steuerlich nicht abzugsfähig
Max. Entladetiefe90 % der installierten Kapazität. Nutzbar sind damit 221 von 246 kWh; der Rest bleibt Reserve gegen Tiefentladung. Dieses Fenster trägt den Füllstand, das tägliche Ladebudget und die gemessenen Vollzyklen, aus denen die Batterie-Lebensdauer folgt: Ein Vollzyklus ist ein Durchlauf des nutzbaren Fensters – so geben es auch die Datenblätter an, deren Zyklenzahl immer zu einer bestimmten Entladetiefe gehört.
Speicher-ObergrenzeDas Szenario in Kapitel 7 setzt perfekte Preiskenntnis an (kein Realisierungsabschlag) und den vollen gemessenen Intraday-Faktor statt der halbierten Vorbelegung. Ein oberer Grenzwert, keine Prognose: Er ist der Maßstab, an dem sich fremde Erlösangaben messen lassen.
Intraday-AufschlagDer Intraday-Aufschlag von 12,0 % ist eine Annahme. Er stammt aus dem Verhältnis zweier Reihen des Battery Revenue Index (ISEA, RWTH Aachen), gemessen an einer frei handelnden Batterie. Über die zwölf Monate schwankte dieses Verhältnis zwischen +4 % und +99 %. Ein Speicher an einer PV-Anlage handelt gebundener; der Aufschlag ist deshalb eher zu hoch als zu niedrig angesetzt.
Nicht im TotalgewinnNicht enthalten sind insbesondere ein Veräußerungs- oder Aufgabeergebnis, private Nutzungsanteile, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer; Ersatzinvestitionen für Batterie und Wechselrichter sind vereinfachend als Aufwand des Ersatzjahres angesetzt und nicht aktiviert.
DSCR-Schwelle1,20 (üblicher Banken-Mindestwert)
Betrachtungmit Steuermodell (laufender Satz 35 %, lineare AfA 20 J., IAB 50 % zum Bildungsjahr-Satz 44 %); Volleinspeisung; DSCR vor und nach Steuer ausgewiesen, LCOE als Vorsteuer-/Cash-Größe.
DSCRSchuldendienstdeckungsgrad = CFADS ÷ (Zins + Tilgung)
CFADSCash Flow Available for Debt Service — vor Steuer: Erlöse − OPEX − Zuführung zur Instandhaltungsrücklage; nach Steuer zusätzlich abzüglich der Ertragsteuer desselben Jahres
P50 / P90Ertrag mit 50 % / 90 % Überschreitungswahrscheinlichkeit (Gutachten)
NPV / IRR / LCOEKapitalwert / interner Zinsfuß / Stromgestehungskosten je kWh

9Abkürzungen & Begriffe

IRR
Interner Zinsfuß = Eigenkapitalrendite über die Laufzeit
NPV
Kapitalwert – Summe aller auf heute abgezinsten Cashflows
LCOE
Stromgestehungskosten je kWh (diskontierte Kosten/Energie)
DSCR
Schuldendienstdeckungsgrad; Bank-Richtwert ≈ 1,2
Rendite auf den Kaufpreis (Ø/Jahr, nach Betriebskosten und Ersatzinvestitionen, vor Finanzierung und Steuern)
Durchschnittlicher Jahresüberschuss geteilt durch den Kaufpreis. Ohne Abzinsung, vor Finanzierung und Steuern — und damit unabhängig davon, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen. Ersatzinvestitionen sind abgezogen, ihr Restwert gegengerechnet.
Rohertrag (Jahreserlös ÷ Kaufpreis)
Vor Betriebskosten, Finanzierung und Steuern.
Diskontsatz / Zielrendite
Kapitalkosten, mit denen künftige Zahlungen abgezinst werden (WACC)
Annuität
konstante jährliche Kreditrate (Zins + Tilgung)
Amortisation
Zeit, bis die kumulierten Rückflüsse das Eigenkapital decken
Cashflow
jährlicher Zahlungssaldo (Einnahme − Betriebskosten − Kreditrate − Rücklagenzuführung − Steuer)
Degradation
jährlicher Leistungsverlust der Module
AfA
Absetzung für Abnutzung – steuerliche Abschreibung (nicht zahlungswirksam)
IAB (§7g)
Investitionsabzugsbetrag – zieht einen Steuervorteil ins Jahr 0 vor
§51 / §51a
Nullung der Förderung bei Negativpreisen / Verlängerung des Förderzeitraums
P10 / P50 / P90
Perzentile der Ergebnisverteilung (P50 = Median; P90 = optimistisch)
Value-at-Risk (VaR)
5 %-Quantil des NPV – Ergebnis wird zu 95 % übertroffen
Monte-Carlo
Zufallssimulation vieler Szenarien für eine Ergebnis-Bandbreite
CAPEX / OPEX
Investitions- / Betriebskosten
EEG
Erneuerbare-Energien-Gesetz – feste Einspeisevergütung
Direktvermarktung
Verkauf am Spotmarkt zzgl. gleitender Marktprämie
PPA
Power Purchase Agreement – Festpreis-Liefervertrag
Grünstromspeicher
lädt ausschließlich aus eigener Erzeugung; EEG-Anspruch nach § 19 Abs. 3 EEG bleibt bestehen, nach § 51 EEG genullte Viertelstunden werden gespeichert statt unvergütet eingespeist
Graustromspeicher
lädt ausschließlich aus dem Netz; rechtlich eigene Anlage am gemeinsam genutzten Netzanschluss, macht den EEG-Anspruch nach § 19 Abs. 3 EEG nie geltend. Ob die Marktprämie der PV-Anlage (§ 20 Satz 1 Nr. 3 EEG) bei bilanzieller Trennung erhalten bleibt, ist offen; die Rechnung unterstellt es
Ø
Durchschnitt
kWp / kWh / MWh
Nennleistung (Kilowatt-Peak) / Energiemengen; ct/kWh = Cent je kWh
Haftungsausschluss: Modellbasierte Schätzung zu Informationszwecken, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Erlöse beruhen auf historischen Marktdaten; die künftige Entwicklung kann erheblich abweichen. Für Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen. Erstellt mit PV_Ertrag am 08.10.2026. Dieses Dokument zeigt eine erfundene Anlage und ist kein Angebot.
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