Lohnt sich Photovoltaik? So finden Sie es fürs eigene Dach in Minuten heraus

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Die ehrliche Antwort: Es kommt auf Ihren Haushalt an – vor allem auf Ihren Eigenverbrauch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbst verbrauchter Solarstrom ist 4–5-mal so viel wert wie eingespeister: 32–40 ct/kWh gespart gegen rund 7,9 ct/kWh Einspeisevergütung.
  • Entscheidend ist deshalb der Eigenverbrauchsanteil, nicht die Anlagengröße.
  • Typische Amortisation privater Dachanlagen: rund 10–15 Jahre bei 25–30 Jahren Lebensdauer.
  • Eine Anlage ohne Speicher hat oft die höhere Rendite, eine mit Speicher die höhere Autarkie.
  • Für Privatanlagen bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz (0 % Umsatzsteuer beim Kauf).

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Der wichtigste Hebel: Eigenverbrauch

Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Haushalts-Strompreis (2026 typisch 32–40 ct/kWh). Für eingespeisten Überschuss gibt es nur die EEG-Vergütung, rund 7,9 ct/kWh.

Oben: Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 35 Cent, eingespeist bringt sie 7,8 Cent – das 4,5-fache. Unten: dieselbe 8-kWp-Anlage bei verschiedenen Haushaltsverbräuchen, Kapitalwert von minus 271 Euro bei 2.500 kWh bis 7.228 Euro bei 6.500 kWh.
Was die Grafik zeigt

Beide Auswertungen stammen aus der Stundensimulation dieses Rechners. Beachten Sie die linke Säule unten: Bei niedrigem Verbrauch trägt sich dieselbe Anlage nicht mehr – deshalb ist die Größe zum Haushalt passend zu wählen. Selbst genutzter Strom ist grob 4–5-mal so viel wert wie eingespeister; Ihr Eigenverbrauchsanteil entscheidet darüber, ob sich die Anlage lohnt – nicht die reine Anlagengröße.

Wovon es abhängt – die 6 Stellschrauben

Sechs Größen spielen zusammen – deshalb hilft keine Pauschalaussage. Erst Ihre Kombination ergibt eine belastbare Zahl.

Die 6 Stellschrauben im Einzelnen
  • Ihr Stromverbrauch: je höher (und je mehr tagsüber), desto mehr Solarstrom nutzen Sie direkt. 1–2 Personen ~2.500 kWh, 3–4 Personen ~4.000–5.000 kWh/Jahr.
  • Ihr Strompreis & dessen Entwicklung: je teurer der Netzstrom, desto wertvoller jede selbst erzeugte kWh.
  • Anlagengröße (kWp) & Dach: Ausrichtung (Süd/Ost-West), Neigung und Verschattung bestimmen den Jahresertrag. Faustregel: nicht maximal groß, sondern zum Verbrauch passend.
  • Batteriespeicher: verschiebt Mittags-Überschuss in den Abend und hebt Autarkie und Eigenverbrauch – kostet aber extra. Ob er sich rechnet, ist eine eigene Frage (unten).
  • Wärmepumpe & E-Auto: erhöhen den Verbrauch und damit das Eigenverbrauchs- potenzial – das E-Auto besonders, wenn Sie tagsüber laden können.
  • Anschaffungskosten & Förderung: für Privatanlagen bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz (0 % USt beim Kauf); optional ein zinsgünstiger Kredit (z. B. KfW 270).

Lohnt sich Photovoltaik mit oder ohne Batterie?

Die Anlage ohne Speicher hat oft die höhere Rendite, der Speicher bringt mehr Unabhängigkeit. Der Rechner zeigt beides nebeneinander.

Warum das eine persönliche Abwägung ist

Ein Speicher erhöht Autarkie und Eigenverbrauch deutlich – aber er ist teuer. Sie wägen also zwischen Rendite und Autarkie ab; eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Vergleichen Sie die Rendite mit und ohne Batterie für Ihren Fall, und lesen Sie, in welcher Größe sich ein Stromspeicher rechnet.

Und die Einspeisung bei negativen Strompreisen?

Seit dem Solarspitzengesetz (§ 51 EEG) entfällt für neue Anlagen die Vergütung in Stunden mit negativem Börsenpreis. Betroffen ist nur der eingespeiste Überschuss, nie Ihr Eigenverbrauch.

Wie § 51 sich konkret auswirkt

Negative Preise treten fast nur mittags bei viel Sonne auf. Die entfallene Zeit wird über § 51a hinten angehängt (nachgeholt) – allerdings nach einem gesetzlichen Schlüssel, nicht eins zu eins. Wir rechnen die Nullstunden aus echten Börsenpreisen heraus, statt die Einspeisung schönzurechnen. Ein weiterer Grund, warum Eigenverbrauch (und ggf. ein Speicher) so wichtig ist. Mehr dazu →

Rechnen Sie Ihren Fall durch

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Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

Für die meisten Eigenheime ja – weil selbst verbrauchter Solarstrom den hohen Netzstrompreis (~35 ct/kWh) spart, während der Einkauf teuer bleibt. Entscheidend ist Ihr Eigenverbrauchsanteil, nicht die gesunkene Einspeisevergütung. Rechnen Sie es für Ihren Verbrauch nach.

Lohnt sich eine Solaranlage ohne Batteriespeicher?

Häufig ja – eine Anlage ohne Speicher hat oft die höhere Rendite, weil sie günstiger ist. Der Speicher erhöht vor allem die Autarkie. Vergleichen Sie beide Varianten im Rechner – und lesen Sie, ob und in welcher Größe sich ein Stromspeicher rechnet.

Wie schnell amortisiert sich eine PV-Anlage?

Typisch liegen private Dachanlagen im Bereich von rund 10–15 Jahren – stark abhängig von Preis, Verbrauch und Strompreis. Bei 25–30 Jahren Lebensdauer bleibt danach viel Ersparnis. Ihre konkrete Amortisation zeigt der Rechner.

Lohnt sich Photovoltaik mit Wärmepumpe oder E-Auto?

Meist besonders gut, weil beide den Stromverbrauch erhöhen und so mehr Solarstrom direkt genutzt wird – das E-Auto vor allem, wenn Sie tagsüber laden. Der Rechner berücksichtigt beides.

Wie groß sollte die Anlage sein?

Nicht „so groß wie möglich", sondern passend zu Verbrauch und Dach. Zu groß dimensioniert heißt viel niedrig vergüteter Überschuss. Der Rechner hilft, die passende Größe zu finden.

Weiterlesen: Eigenheim-Rechner · Lohnt sich ein Stromspeicher? · aktuelle EEG-Einspeisevergütung · PV-Rendite-Kennzahlen erklärt

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben sind Schätzungen ohne Gewähr; maßgeblich ist Ihre konkrete Berechnung.